Der diesjährige Internationale #Frauentag steht unter dem Zeichen „Press for Progress“.

Das Weltwirtschaftsforum hat im vergangenen Jahr in seinem Global Gender Report errechnet, dass es unter den jetzigen Umständen noch 100 Jahre dauern wird, bis die Gleichstellung der Geschlechter erreicht ist.

Damit der Fortschritt an Fahrt aufnimmt, müssen wir auf die Tube drücken – auch in Deutschland.

Deshalb hat die SPD dafür gesorgt, dass zahlreiche gleichstellungpolitische Verbesserungen im Koalitionsvertrag verankert wurden.

So wird das Recht auf befristete Teilzeit bald Gesetz: Für die Gleichstellung der Geschlechter ist das ein Riesenschritt: Frauen und Männer haben endlich die Möglichkeit, nach einer Teilzeitphase wieder auf die vorherige Arbeitszeit aufzustocken – und nicht länger in der Teilzeitfalle stecken zu bleiben.

Die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen steht im Fokus der kommenden Legislaturperiode: Wir werden den betroffenen Frauen einen sicheren und geschützten Weg aus der Gewaltspirale ermöglichen. Dazu werden wir ein Aktionsprogramm zur Prävention von Gewalt auf den Weg bringen, das Hilfs- und Beratungssystem verbessern und die Finanzierung von Frauenhäusern sicherstellen.

Vor fast 100 Jahren haben Frauen das erste Mal gewählt und konnten gewählt werden. Sie selbst waren es, die für ihr selbstverständliches Recht auf die Straße gegangen sind und diesen bahnbrechenden Erfolg als ihren eigenen feiern konnten.

Doch heute, fast ein Jahrhundert später, sind Frauen noch immer nicht angemessen in den Parlamenten beteiligt. Der Anteil von Frauen im Bundestag ist seit der jüngsten Bundestagswahl sogar gesunken: Von zuletzt 36,5 Prozent auf nunmehr 30 Prozent. Das ist eindeutig zu wenig.

100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts müssen wir diesen Missstand beenden und entsprechende Maßnahmen ergreifen, damit zukünftig im Deutschen Bundestag, im Europaparlament und in den Kommunalparlamenten die Hälfte der Sitze mit Frauen besetzt werden.

Aber nicht nur in den Parlamenten brauchen wir eine paritätische Vertretung, sondern auch in der Regierung.

Hier wurde bereits ein erster Schritt getan:
In der zukünftigen Bundesregierung werden von Seiten der SPD und der CDU die Ministerien jeweils zur Hälfte von Frauen geführt.

Die CSU hat da noch deutlichen Nachholbedarf, denn deren Ministerien werden von einer reinen Männerriege geführt.