In der SPD droht ein offener Konflikt um die Haltung der Bundesregierung in der Syrienkrise. Dies berichtet die in Bielefeld erscheinende Neue Westfälischen (Samstagausgabe).

Während  der neue Außenminister Heiko Maas eine größere Distanz zur russischen Regierung in Moskau einnimmt und für mehr Nähe zu Frankreich und ein Zusammenrücken der westlichen Partner einschließlich der USA plädiert, rumort es an der Basis und in der Bundestagsfraktion.

Zu den einflussreicheren Kritikern von Maas gehört unter anderem Achim Post, Stellvertreter von Fraktionschefin Andrea Nahles. „Die sich gefährlich zuspitzende Lage in Syrien verlangt mehr denn je pragmatische Vernunft“, sagte Post dem Blatt. Eine enge Abstimmung mit den europäischen Partnern sei unerlässlich.

„Der erneute Giftgasanschlag in Syrien muss auf das Schärfste verurteilt werden. Das Leiden der Menschen in Syrien wird sich aber nicht dadurch mindern, dass die rhetorische und militärische Eskalation des Konfliktes weiter verschärft wird“, so Post.

Statt dessen würden nun dringend „neue Ansätze für Diplomatie und Dialog“ nötig. Deutschland und Europa müssten alles tun, um politische Lösungen zu finden.

Vorabmeldung: NW/dpa