L557: Achim Post und Bianca Winkelmann schreiben an Landesverkehrsminister

Post aus dem Mühlenkreis hat nun Landesverkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) erhalten. In einem gemeinsamen Brief sprechen sich die beiden heimischen Abgeordneten aus Land und Bund, Bianca Winkelmann (CDU) und Achim Post (SPD), für die Überprüfung der Einstufung des Ausbaus der L557 im Bereich Preußisch Oldendorf aus.

„Die L557 hat nicht nur für die Stadt Preußisch Oldendorf, sondern auch für die ganze Region, die Gemeinde Stemwede, die Städte Espelkamp, Rahden und Lübbecke eine besondere Bedeutung“, sind der Bundestagsabgeordnete Achim Post und seine Landtagskollegin Bianca Winkelmann überzeugt.

Die beiden Politiker hatten sich nun auf Einladung des Preußisch Oldendorfer Bürgermeisters Marko Steiner im Rathaus der Stadt zum Austausch getroffen. Die Diskussion um die B65 und die L557 war ein Hauptthema. Fazit ist, dass sie gebündelt daran arbeiten wollen, in dem Bereich voran zu kommen. Ein erster Schritt ist der Brief von Post und Winkelmann an den Minister.

Darin schreiben sie unter anderem: „Viele Verkehrsteilnehmer, darunter auch der Schwerlastverkehr, nutzen die L557 als Zubringer zur BAB30 bei Bünde. Dies ist auch auf die unbefriedigende Linienführung der B65 im Bereich der Stadt Preußisch Oldendorf zurückzuführen. Darüber hinaus wird die Strecke als Entlastungsstrecke zur B239 in Lübbecke für Pendler in Richtung Bünde bzw. Bielefeld genutzt.

Wegen der besonderen Verkehrsbelastung wurde bereits im Jahr 2006 die Planung für eine Ortsumgehung in Bad Holzhausen von Straßen.NRW fertiggestellt. Leider ist diese Planung 2011 durch das Landesverkehrsministerium in der Priorisierungsliste des Landes NRW als nachrangig eingestuft worden. Als Begründung wurde seinerzeit die nachrangige Priorisierung des Neubaus der B65 im damaligen Bundesverkehrswegeplan (BVWP) angesehen.

Im Jahr 2016 wurde die B65 zwischen Pr. Oldendorf (Lgr. NI/NRW) und Minden in den Vordringlichen Bedarf im BVWP 2030 eingestuft. Der Ausbau und die Verlagerung der Straße ist unseres Erachtens aber auch unabhängig vom Planungsstand der B65 im Rahmen des BVWP umsetzbar.“ Zum Zustand der L557 schreiben Post und Winkelmann, dass sich dieser von der Kreisgrenze Herford/Minden-Lübbecke bei Rödinghausen bis zur Ortsmitte Bad Holzhausen in den letzten Jahren massiv verschlechtert habe.

„Eine Sanierung des Streckenverlaufs von der Ortsmitte Holzhausen bis zur Kreisgrenze und eine kurzfristige Wiederaufnahme der Planung Ortsumgehung Holzhausen ist für die Region unverzichtbar. Die jetzige Streckenführung der L557 führt unmittelbar am Kurgelände vorbei und war bei der Ernennung als Luftkurort als nur begrenzt tolerierbar eingeschätzt worden“, heißt es außerdem in dem Brief.

Winkelmann und Post enden mit der Bitte, die grundsätzliche Bedeutung der L557 für die Region neu zu bewerten und die kurzfristige Umsetzung der vorhandenen Ausbauplanung für die Ortsumgehung Bad Holzhausen mit hoher Priorität wieder aufzunehmen.