Besuch der Alten Synagoge in Petershagen

Sommertour von MdB Achim Post und MdL Ernst-Wilhelm Rahe

Vor der Alten Synagoge: v.l. SPD-Ratsmitglied Angelika Dreier, Wolfgang Battermann, Jantje Plümacher, SPD-Fraktionsvorsitzender Karl-Christian Ebenau, SPD-Kreistagsabgeordnete Susanne Huxoll, SPD-Ratsmitglied Ingo Ellerkamp, MdB Achim Post, MdL Ernst-Wilhelm Rahe und Klaus Thater, Mitglied im SPD-Ortsvereinsvorstand.

Vor der Alten Synagoge: v.l. SPD-Ratsmitglied Angelika Dreier, Wolfgang Battermann, Jantje Plümacher, SPD-Fraktionsvorsitzender Karl-Christian Ebenau, SPD-Kreistagsabgeordnete Susanne Huxoll, SPD-Ratsmitglied Ingo Ellerkamp, MdB Achim Post, MdL Ernst-Wilhelm Rahe und Klaus Thater, Mitglied im SPD-Ortsvereinsvorstand.

Auf ihrer diesjährigen Sommertour haben die beiden heimischen Bundestags- und Landtagsabgeordneten Achim Post und Ernst-Wilhelm Rahe (beide SPD) die Alte Synagoge in Petershagen besucht.

Wolfgang Battermann von der „Arbeitsgemeinschaft Alte Synagoge Petershagen e.V.“ berichtete den Abgeordneten über die Geschichte des Gebäudes. Das Synagogengebäude wurde 1845/1846 an der Stelle der alten baufälligen Fachwerksynagoge von 1796 gebaut. Zeugnisse einer sogenannten „Stubensynagoge“ gibt es schon aus dem Jahr 1652. Verbunden ist die Synagoge mit einer alten jüdischen Schule. Einen sensationellen Fund gab es im Jahr 2008: Die Schule enthält eine Mikwe, ein jüdisches Ritualbad. Diese Gebäudekombination aus Synagoge und Schule mitsamt Mikwe gilt in Norddeutschland als einmalig.

Die Synagoge wurde während des Pogroms von 1938 geschändet, die Inneneinrichtung demoliert und zerstört. Das Gebäude wurde 1939 verkauft und diente bis in die 90er-Jahre als Lagerraum. 1998 wurde es von der Stadt Petershagen gekauft und nach einer Sanierung 2001 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die beiden Abgeordneten zeigten sich beeindruckt vom starken Einsatz der Arbeitsgemeinschaft: „In der Alten Synagoge wird nicht nur die Geschichte des Antisemitismus, sondern auch die des jüdischen Alltagslebens in Petershagen dokumentiert: Die Mitglieder des Vereins leisten einen wirklich wichtigen Beitrag für unsere Erinnerungskultur.“

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