Aktuelle Umfragen zeigen, dass immer mehr Briten den Brexit und seine Folgen skeptischer sehen.

Es gibt kaum Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen der britischen Regierung und der EU, deshalb ist im kommenden Jahr alles möglich: Von einem geordneten Austritt bis hin zum harten Brexit ohne Abkommen.

Premierministerin May steht innerparteilich unter Druck. Wenn die britischen Konservativen nicht endlich zur Vernunft kommen, steuern sie Großbritannien in einen Chaos-Brexit.

Vom Parteitag, der an diesem Sonntag in Birmingham beginnt, muss das Signal ausgehen, dass auch die Regierungspartei weiß, was die Stunde geschlagen hat. Es ist nur zu hoffen, dass der Parteitag die Brexit-Hardliner rund um Boris Johnson unmissverständlich in die Schranken weist.

Noch ist es nicht zu spät, um in den Brexit-Verhandlungen zu vernünftigen Lösungen im beiderseitigen Interesse zu kommen. Dafür muss aber jetzt endgültig die Zeit nationaler Überschätzung vorbei sein. Sonst droht Großbritannien und Europa schwerer Schaden.

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